Sebastian- Der Ex-Profi

Kaum zu glauben, aber mit 7 Jahren saß ich das erste Mal auf einem Rennrad. Mein Übungsgelände war die Mannheimer Radrennbahn. Aufgrund des Alters musste ich aber noch ein paar Jahre warten, bis meine Eltern mich mit dem Sport starten ließen.

Mein Großvater und Vater waren/sind Radsport begeistert. Beide waren viele Jahre Vorstand des ältesten Mannheimer Radsportvereins und hatten in den 80er Jahren einen eigenen Verein. Irgendwie war es da naheliegend, was meine Leidenschaft in Sachen Sport sein wird. Ein Zitat meines Vaters, getreu dem Geist der Zeit 1994, war: „Radsport ist ein Männersport, geh lieber Fußball spielen.“ ;-)

In meiner aktiven Karriere gehörte ich 20 Jahre der Deutschen Nationalmannschaft (Straße/Bahn) an.
In dieser Zeit sammelte ich mehrere Landes- und Deutsche Meistertitel. Bereits mit 14 Jahren nahm ich an internationalen Rennen teil und musste mich mit den heutigen Tour de France-Fahrern messen.

Der Durchbruch kam im Jahr 2002, als ich mich mit 2 DM-Titeln und einem Vize-EM-Titel auf der Bahn für die WM in Melbourne qualifiziert hatte. Als 17-jähriger durfte ich einmal um die Welt, um auf dem Heimflug mit Silber-, Bronze- und einer Holzmedaillen in der Tasche heimzukommen.

In den Jahren danach konnte ich viel Rennerfahrung in verschiedenen deutschen Bundesliga Teams sammeln, bis zum Winter 2005, als mir mein erster Profivertrag angeboten wurde.

In meiner ersten Profisaison konnte ich neben dem Deutschen-Vizemeister-Titel in der Klasse U23 auf der Straße, zusätzlich noch den Deutschen-Meister-Titel auf der Bahn im Punktefahren feiern.

In den Jahren 2006 - 2009 gab es viele schöne Eintagesklassiker und Etappen-Rennen mit meinen Kontinental-Teams, welche meine sportliche Laufbahn geschmückt haben. Da meine Leidenschaft auch den Bahnradsport begleitet hat, war ich leider immer in einer Doppelbelastung - im Sommer Straßensaison und im Winter Bahnsaison mit Sechstagerennen.

Diesen Wahnsinn muss man einfach mal als Radsportler erlebt haben.

Aber eins meiner schönsten Erinnerungen war mein Karriere-/Saisonabschluss 2009, zusammen mit meinem langjährigen Madison-Partner Stefan Löffler in Kolumbien, an meinem 25ten Geburtstag.

Als geborener Mannheimer bin ich mit 18 Jahren nach Weinheim gezogen. Warum? Von hieraus gibt es alles was man zum Radfahren braucht. Du holst deinen Drahtesel (inzwischen aus einem Material, welches sich anfühlt wie Plastik) aus der Garage und hast in jede Himmelsrichtung die perfekte Strecke.

Achso, als leidenschaftlicher Sprinter musste ich an meinen Schwächen arbeiten, also ging es in die Berge. Aber bis heute hat sich daran nichts geändert, für die flachen Strecken, liebend gern mit jedem Ortsschildsprint, bin ich zu haben.

Wie für alle Sportarten braucht man neben einem Talent auch Begeisterung für etwas. Am Radsport begeistert mich die Vielfalt an diesem Sport. Ob auf der Straße, der Bahn oder im Gelände es ist nie das Selbe, was man erlebt. Ein Ganzkörpertraining mit Stressabbau und Glücksmomenten nachdem man den Königsstuhl erglommen hat.

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